THE KASSIBER by J. Isaksen


Kassiber der Kategorie

Cologne


Die Zärtlichkeit des Spotts
Wenn Glaube auf Verhöhnung trifft, dann kommt es nicht selten zu einem denkbar harten Momentum der Entfremdung. Aber muss das so sein? Heute war mir, als ließe sich am Altare des guten Judas auch ohne Häme spotten. » mehr – ‘Die Zärtlichkeit des Spotts’
Unter den Menschen
Dieser Tage lief mir der Wiedergänger meines ersten Vermieters über den Weg; worauf eine finstere Erinnerung eilends mein Gemüt verdunkelte. – Davon, wie die allenthalben angedachte Aufgabe des urbanen Hochbaus zum absteigenden Treppenwitz gereicht. » mehr – ‘Unter den Menschen’
Dem Himmel näher
Von der schmählichen Befleckung einer leibhaftigen Madonnenerscheinung zur stillen deutschen Weihnacht, dem entblößten Matronenbusen der Gottesmutter und dem Unterschied zwischen Stigmatisation und Stigmatisierung. » mehr – ‘Dem Himmel näher’
Museumseröffnung
Ist man des miesen Murrens der Museumsmuffel überdrüssig, so nehme man sich heraus, das überfällige Jüdische Museum vor Ort und gleichsam in Gedanken zu begehen – Ein Baustellenbesuch mit der Kölner U-Bahn » mehr – ‘Museumseröffnung’
Der Messias-Komplex
Der versprochene Retter kommt nun doch in die Stadt – aber erst nächstes Jahr. Ich glaube sein Programm zu kennen. » mehr – ‘Der Messias-Komplex’
Im Sternenhagel der Geschichte
Von elftausend fragwürdigen Stolpersteinen, sperrigen Wackersteinen am Wegesrand, dem einen oder anderen Semioten – und wie ein fehlgeleiteter Bundestagspräsident auf Stimmenfang sich ausgerechnet gegen das Jüdische Museum in Köln ausspricht. » mehr – ‘Im Sternenhagel der Geschichte’
Post vom Schmerzbold
Ende 1985 im Bekanntschaftskreis verteilte Collage. Status des absendenden Grimasseurs: Student der Theologie zu Bonn, dieserhalb frisch zugezogen in Köln. » mehr – ‘Post vom Schmerzbold’
Showdown am Rhein
Vermischtes aus dem Museumsshop: Das säkularistische Rumoren der Moratoren zu Köln und die neue Angst vor dem schwarzen Kaftan. » mehr – ‘Showdown am Rhein’
Die Besitzstände des Grauens
»Wem gehört der Holocaust?« fragt die israelische Künstlerin Yael Bartana in Köln und provoziert damit ganz unterschiedliche Antworten und Gefühle. Vielen aufgebrachten Betrachtern bleibt die Frage, ob das allein schon gelungene Kunst ist - und ob die israelische Künstlerin ohne Weiteres eine eigene Lehre aus der deutschen Geschichte ziehen darf. » mehr – ‘Die Besitzstände des Grauens’
Was ist ein Jüdisches Museum?
Ein Jüdisches Museum ist offensichtlich keine Selbstverständlichkeit, in dreifacher Hinsicht nicht. Zum einen widersetzt sich das Attribut "jüdisch" einer einfachen Einordnung in Kategorien wie Religion, Nation, Kultur, Ethnie - sowohl in der Eigen- wie auch in der Fremddefinition. » mehr – ‘Was ist ein Jüdisches Museum?’
Petition für Emanzipation
Das Jüdische Museum in Köln ist beschlossene Sache. Die zahlreichen Gegner des zu errichtenden Hauses im Herzen der Stadt eint der Ruf nach einem sofortigen Baustopp. Jetzt gibt es jedoch auch einen positiv gestimmten Aufruf, der die Stadt zu Beschlusstreue und Geschichtsbewusstsein mahnt. » mehr – ‘Petition für Emanzipation’
Vater Rhein als Mutter Israels
Namhafte Kölner Bürger wollen sich nicht mit einem eigenständigen Jüdischen Museum an historischer Stätte abfinden. Wir waren in der Stadt und haben versucht den Geist des Vorbehalts aufzuspüren. » mehr – ‘Vater Rhein als Mutter Israels’
Collapsus
Eine restaurierte Archivalie aus dem Fahrtenbuch eines Herumgekommenen wirft die Frage auf: Ein Lapsus nur – oder ein kompletter Zusammenbruch? » mehr – ‘Collapsus’
Antisemitismus ist …
Die derzeit bedeutendsten Ausgrabungen europäisch-jüdischer Geschichte finden im vormals aschkenasischen Viertel Kölns statt – am offenen Herzen der Stadt. Breite Kreise der Bürgerschaft und die Lokalpresse verwahren sich dagegen. » mehr – ‘Antisemitismus ist …’